Chronik des Vereins
Der nachfolgende Überblick stellt nicht den Anspruch auf historische Genauigkeit. Es ist durchaus möglich, dass Jahreszahlen nicht ganz zutreffen und genannte Personen evtl. an einem anderen Ereignis beteiligt waren. Soweit der geneigte Leser ergänzende Informationen besitzt, so wäre der Vorstand sehr dankbar, wenn damit unsere Chronik ergänzt oder verbessert werden könnte.
Die ersten Jahre
Gegründet wurde unser Verein unter dem Namen DT(Deutscher Turnerbund) Mayschoß als Turnverein. Ein paar Jahre später taufte man ihn in Schwarz-Weiß Mayschoß um. Seit Aufnahme des Fußballspielbetriebes lautete der Name SV (Sportverein) Mayschoß und erst mit Wiederaufnahme der Aktivitäten nach dem 2. Weltkrieg erhielt er den heutigen Namen SV Rot-Weiss Mayschoß.
Gründungsmitglieder waren: Peter Fuhrmann(erster Präsident), Franz Kreuz, Peter Damian,
wobei die Aufzählung nicht abschließend ist.
Als letzter der Gründungsväter starb Franz Kreuz im Jahr 1992.
In den ersten Jahren nach der Gründung spielte der Fußball noch keine Rolle. Die Mayschosser Sportler übten sich in den Sportarten Ringen, Faustball, Boxen und Turnen.

Turnvereinsmitglieder bei einer Parade in Bad Neuenahr
Der Turnplatz befand sich in etwa am Ort des jetzigen Parkplatzes vor dem Feuerwehrhaus. Aufgebaut waren dort im Freien ein Barren, ein Reck und Hebegewichte. Ob damals an Meisterschaften oder Wettkämpfen teilgenommen wurde, ist uns nicht bekannt. Betreuer und selbst guter Turner war Franz Kreuz.
Im Boxsport betätigten sich insbesondere Josef, Arnold und August Kolodzinski, Leo Ley, Benno Kraus, Josef Laurentzki und Heinz Schmidt. Geboxt wurde u.a. auf einer Wiese im Bereich der heutigen Kläranlage.
Den Faustballern gelang 1934 ein in der Vereinsgeschichte einmaliger Erfolg. In einem Turnier in Adenau gewannen sie gegen die Ahrkreisvertreter die Kreismeisterschaft. Als Kreismeister nahmen sie an der Bezirksmeisterschaft teil, die in Sinzig ausgetragen wurde. Auch dieses Turnier konnte man gewinnen. Als Bezirksmeister fuhr man zum Turnier um die Gaumeisterschaft nach Bonn.
Auf dem Sportgelände am Venusberg konnten die Mayschosser Sportler alle Bezirksmeister der Rheinlandregion bezwingen und Meister werden.
Fussball
Als gegen 1922 Fritz Ley aus Köln zurück nach Mayschoß zog, brachte er auch seine Fussballbegeisterung mit und führte den Fußball als Sportart in Mayschoß ein.

Angehörige des Sportvereins 1923/24
Sportplätze
Der erste Platz wurde auf dem Gelände des "Grent", in etwa gegenüber dem Hotel Lochmühle angelegt. Der nächste Fußball oder Sportplatz entstand im Bereich des heutigen Campingplatzes auf der Deutzer Wiese.

Das Foto zeigt die Mannschaft auf der Deutzer Wiese, aber leider nicht die Eigenart dieses Platzes, den im Strafraum stehenden Strommast. Der mußte im Spiel wohl oder Übel umkurvt werden und diente der in dieser Hälfte jeweils spielenden Mannschaft als zusätzlicher "Verteidiger".
Allzulange bestand der Platz auf der Deutzer Wiese nicht, denn 1932 wurde ein neuer Platz auf dem jetzigen Gelände "Am Atzert" eingeweiht.
Zur Einweihungsfeier erhielt der Platz den Namen "Hindenburgplatz". Bei diesem Anlaß wurde allerdings schon der Bezug für die Umbennung in seine heutige Bezeichnung " Nußbaumstadion" im wahrsten Sinne des Wortes "gesetzt", denn Hermann Josten pflanzte auf dem nördlichen Kopfende den Nußbaum, der für den heutigen Namen Pate stand.

"Einweihungsspiel gegen VFL Köln 99", 1932
Nach dem Krieg
die ersten Spiele nach dem Krieg im Jahre 1946 führten die zurückgekehrten Soldaten gegen die damalige Besatzungsmacht, die Franzosen durch. Gegen die Franzosen wurden alle Spiele gewonnen. Wenn es bei diesen Spielen auch oft "hart" zur Sache ging und evtl. noch Kriegserlebnisse mit dem Gegner ausgetragen wurden, führte der Sport über diese Begegnungen doch wieder zu einer Annäherung der ehemaligen Gegner und somit zur Normalität im Umgang miteinander. Die Engländer, auf die man traf, waren eindeutig schwerere Gegner und in Adenau mußte eine klare 1:8 Niederlage eingesteckt werden.

v.l.n.r. stehend: Karl de Paris, Alfons Füssenich(Ahrbrück), Karl-Anton Wieland, kniend: Eduart Coßmann, Josef Marks(Dernau), Ernst Coßmann, August Baltes, sitzend: Leo Poppelreuter, Ernst Wieland(Kesseling), Leo Knieps, Clemens Coßmann
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Die wilden Kerle von Mayschoß, so sahen sie aus !

Man beachte den Untergrund des Platzes, somit haben sich wohl etwaige Kritiken an dem heutigen Zustand erledigt :-) !
Sollte sich jemand oder einen anderen auf dem Foto wiedererkennen, dann bitten wir um den Namen da wir selbst keine Daten mehr vorliegen haben.